Gouarec * Carhaix * Gouarec

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Côtes-d'Armor
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Karte: IGN Grün 14 St-Brieuc-Morlaix, Guide Gallimard Côtes d‘Armor,
Fiches "Au fil des Côtes d'Armor"

Länge : 75 Km
Stand : September 2005
Merkmale : Schotterwege. Leichte Steigung.
Hotel : Rando-Gite Gouarec.
Kurzfassung : Auf der früheren Bahntrasse durch die Côtes d'Armor. Auf dem Rückweg auf dem Treidelpfad vom Canal de Nantes à Brest.

 

Beschreibung :

Frühstück mit den vier anderen Damen und dem Notarzt im Rando-Gite. Dann verabschiede ich mich zum letzten Stück der Voie Verte.

Der Zugang liegt etwas nördlich des Bahnhofs, scheinbar zuerst auf der Strecke des GR 37 (Wanderweg "Grande Randonnée"). Ich kreuze auch am heutigen Sonntag mehrere Wandergruppen.

Kurz nach Plouguernével suche ich die Brücke von Pont-Croix. Unter der N164, dann links und rechts in die kleine Straße am Fluß entlang.

Das Licht ist noch schwach aber die Brücke
recht malerisch. Sie stand scheinbar auf die frühere Römer Straße von Carhaix nach Rennes.
Brücke Pont-Croix

In Rostrenen fahre ich zur Kirche Notre-Dame-du-Roncier.

So genannt, weil eine Statue der Jungfrau in einem Busch aus Heckenrosen gefunden wurde. Und diese Heckenrosen waren in Dezember in voller Blüte…

In Josselin wird ebenfalls eine Ntre-Dame-du-Roncier verehrt.

Die Messe wird gerade gelesen, Fotos kommen daher nicht in Frage. Die Statue der Jungfrau steht mitten einem Heckenrosengebüsch aus Metall.
Genau wie in Gouarec wird der Pardon an diesem Wochenende gefeiert. (Nativität der Jungfrau am 8. September)

Und die Kirchenlieder werden bretonisch gesungen!

An der Bäckerei nebenan hole ich mir leckere Croissants. Die junge Bäckerin ist sich einem fröhlichen Witz nicht zu schade, da schmeckt das Brot noch besser!

Ich würde gerne die Kapelle Ntre Dame de l'Isle ansteuern, bin aber nicht sicher, sie gezielt zu finden und die Strecke ist heute relativ lang (mit Abstecher kam ich auf 91 Km), ich bleibe also brav auf der Strecke bis Maël-Carhaix.

Kirche
Als ich in 2000 vorbei radelte, war die Voie Verte nur ansatzmässig zu sehen.

Die Kirche St Pierre hat noch ihren Turm aus dem Jahr 1760. Sehr interessant daneben, der römische Meilenstein aus der Römer Straße Carhaix-Lannion.
Römischer Meilenstein

Die Strecke schlängelt sich nach Carbon (nah der D20). Hier führt die Traße durch einen Weg namens Hent Glas (Blauer oder grüner Weg). Der Name ist romantisch, der Belag aber nicht! Handtellergroße spitze Steine!

Kein Schild am Ende dieses Weges, ich habe mich wohl geirrt und fahre an der Hauptstraße zurück. Kein Irrtum: Die Voie Verte leitet wirklich in diese sogar mit Mountainbike schwierige Piste und endet ohne jegliche Vorwarnung auf der anderen Seite.

Warum dann nicht direkt vor diesem unmöglichen Weg aufhören???

Fachwerkhaus
Ziemlich wütend komme ich in Carhaix rein und will gleich weiter.

Wer Zeit hat, sollte aber zumindest die römische Brücke nach der Kapelle Ste Catherine anschauen.
Römische
Brücke

Ich will aber heute am Kanal de Nantes à Brest zurückfahren. Über Kergalet erreiche ich mein Ziel.

Kanal Nantes à Brest
Es handelt sich hier um einen "echten Kanal", eine Verbindung zwischen den Flüßen Aune und Blavet, die von den Bagnosträflingen aus Brest in den Jahren 1823 bis 1832 mühevoll gebaut wurde.
Schleuse

Die Strecke ist herrlich und wird an diesen sonnigen Sonntagnachmittag von Spaziergängern und Radlern eifrig genützt.

Kapelle Le Folgoët
Kleiner Abstecher nach rechts in Lansalaün, um die Kapelle Ntre-Dame du Folgoët zu bewundern.

Die
Walfahrtskirche befindet sich in Le Folgoët.
Kreuz
Schleuse
Das Teilstück um Glomel ist wunderschön: Eine Perlenkette an Schleusen, Wartebecken, Erklärungstafeln, Treidelpfad am Waldrand. Es wird "Tranchée des Bagnards" (Graben der Sträflinge) genannt.

Ein Muß!
Kanal Nantes à Brest
Kanal Nantes à Brest
Gleicher Genuß an der Höhe von Rostrenen, eine Kapelle in La Pitié.

Wer am nächsten Tag das Gebiet verläßt, sollte keinesfalls die Kapelle in Plélauff verpassen: der Lettner ist wunderschön!
Schleuse

In Gouarec trifft das gegrabene Kanal den Fluß Blavet, der Treidelpfad bleibt an dessen Ufer (mit Unterbrechung durch den See von Guerlédan) bis Pontivy. Man kann aber am Blavet entlang, problemlos und romantisch bis Hennebont radeln. Oder wiederum entlang eines "echten Kanals" bis zum Fluß Oust weiter radeln, in Redon entweder weiter bis an der Nähe von Nantes (Plaine de Mazerolles) oder am Treidelpfad entlang des Flußes Vilaine bis Rennes, von hier aus dem Treidelpfad am Canal d'Ille-et-Rance bis St Samson-sur-Rance nahe St Malo und Dinard folgen, oder über Guichen und den Zauberwald Brocéliande zur Voie Verte Mauron-Questembert - die nahe Malestroit zum Kanal de Nantes à Brest führt - oder über Montfort die Voie Verte St Méen-le-Grand/Carhaix erreichen, die wiederum in Mûr-de-Bretagne, Gouarec, Rostrenen, Carhaix, den Canal de Nantes à Brest trifft/folgt…

Und von Nantes aus, kann man die
Loire flußaufwärts (linkes Ufer) oder zum Atlantik (rechtes Ufer) radeln. Und an dem Vélocéan Roanne-St Brévin wird eifrig gearbeitet…

Ein herrliches, landschaftlich vielseitiges Radwegenetz!

Heute Abend bleibe ich aber in Gouarec und verbringe einen sehr unterhaltsamen Abend mit dem netten Notarzt zwischen zwei Einsätzen.

 

 

Version : 24.02.2007 - Contents : Marzina Bernez

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