Sizun * Roc'h Trévézel * Sizun

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Finistère
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Karte: IGN 13 Grün Brest-Quimper, Reiseführer Gallimard Finistère-Nord

Länge : 60 Km
Stand : Juni 1996, September 1997
Merkmale : Eher leicht, nur kurze Steigungen.
Hotel : Le Clos des 4 Saisons
Kurzfassung : Sehr reizvolle Landschaft, Megalithen, umfriedete Pfarrbezirke, Öko-Museen. Für die Mühlen in Kerouat sollte man mindestens eine Stunde einplanen.
Proviant in Sizun kaufen, Lebensmittelgeschäfte sind auf der Strecke nicht zu finden.

 

Beschreibung :

Kreuz
Die Straße fährt sanft nach oben, Waldgebiete und Blick auf dem See lassen jede Anstrengung vergessen.

In der Kirche St Cadou (irischer Heiliger) Altarbild "St Thomas Beckett". Kurz nach der Ortschaft sieht man die Spuren eines Heckenwegs (
chemin de bocage).
Altarbild St Thomas Beckett
Haus Cormec
Das Haus Cormec in St Rivoal wurde im Jahre 1702 gebaut und gehört jetzt zum Öko-Museum der Monts d'Arrée. Vormittags geschlossen, kann auch von draußen angeschaut werden. Begehrte Filmkulisse u.a. für die Serie "Entre Terre et Mer" über das Leben der Islandfischer.
Radlergruppe
Kleiner Hinkelstein rechts in einer Wiese nach ca. 3 KM auf dem Weg nach St. Michel de Brasparts.

St. Michel de Brasparts (Brasparts <=> Bras parrez, die große Pfarrei) ist die höchste Kapelle der Bretagne. Beim klaren Wetter sieht man bis zum Ärmelkanal und zum Hafen Roscoff. Nach Osten breitet sich der See von Brennilis, wegen des nun stillgelegten Atomkraftwerks in Brennilis geflutet.
Kapelle

Es war früher ein Moorgebiet, genannt Youdig (der kleine Brei), wo schwarze Hunde ertränkt wurden, nachdem der Pfarrer in dessen Körper die Seele eines Untoten versetzte. (Siehe Anatole Le Braz, La Légende de la Mort).

Im Herbst und Winter ist das Gebiet neblig, was Gruselgeschichten natürlich nur herausfordert.

Alignement
Am Fuß der Kapelle kommt man zur "Steinhochzeit".

Angeheiterte Musikanten aus einer Hochzeit behinderten den Pfarrer, der mit der Kommunion zu einem Sterbenden eilte. Als die letzten Noten erklangen, wurden zur Strafe die Musiker in Steine verwandelt. Hinkelsteine wurden früher gern als versteinerte Menschen betrachtet.

Es handelt sich um eine
Anreihe.

An der Stelle sieht man immer noch die Spuren des Brands im Juni 1996, der 600 ha Naturschutzgebiet zerstörte.

An der Kreuzung nach Botmeur, kleiner Kaffee. Die patente Wirtin erzählte mir, wie sie ihren Pfarrer dazu brachte, die traditionelle Wallfahrt (Pardon) in bretonischer Tracht wieder einzuführen.

Höchster Punkt der Bretagne
Und nun zum Roc'h Trévézel, der höchste Punkt der Bretagne. Die letzten Meter zu Fuß.

Herrliche Sicht nach Norden (Ärmelkanal) und West (Reede von Brest) sowie über den See von Brennilis, St. Michel de Brasparts, Commana und Sizun.
D 785 wieder Richtung Brasparts nehmen, dann nach 3 KM rechts in die D11 runter nach Commana. Rechts von der D11 kann man Schiefertagewerke noch sehen, Schiefer aus den Monts d'Arrée war sehr begehrt, ist leider nicht mehr wirtschaftlich.

Am Ortseingang von Commana links in die D764, links am Ortseingang. Richtung Mougau Vian, Blick auf die Schieferwerkstätte auf dem Hügelhang und die Dächer aus diesem Material.
Altes Haus
Grabhügel
Beim Grabhügel Mougau Vian (rechts von der Straße, wenn man von Commana ankommt) sind Motive an der Innenseite zu erkennen.
Motiv im Grabhügel

Zurück nach Commana. In dieser kleinen Ortschaft befindet sich ein der schönsten Enclos Paroissiaux. Besonders interessant: Das Altarbild von Ste Anna und vom Christus, der Taufbecken mit Cariatiden. Das Anna-Altarbild entstand durch die Revolten gegen der Gabelle.

Altarbild Ste Anne
Taufbecken
Christus-Altar

Die Bauern glaubten, der Pfarrer würde die "Gabelle" verstecken, prügelten ihn und warfen ihn auf einen Misthaufen. Der Pfarrer war aber nicht tot und schleppte sich nach Morlaix. Dann bekamen es die Leute mit der Angst zu tun, und flehten um Vergebung, was der Pfarrer akzeptierte, aber mit der Auflage einen schönen Altar für Anna, die Patronin der Bretonen, zu finanzieren. Scheinbar hatten die Bauern ein besonders schlechtes Gewissen.

Was in der Bibel vergessen wurde: Anna war eigentlich eine Bretonin, die von Engeln von ihrem brutalen Ehemann befreit und nach Palästina gebracht wurde, wo sie Joachim heiratete. Der Rest ist bekannt. In ihren alten Tagen, ging sie in die Bretagne zurück, wo Christus seine Großmutter des öfteren besuchte.

Alte Mühle
Die Mühlen von Kerouatgehören auch zum Öko-Museum der Monts d'Arrée. Die Mühlen sind noch im Betrieb, Schulklassen mahlen und backen ihr eigenes Brot, das sie nach Hause zurückbringen, für Großstadtkinder ein Erlebnis.
Alte traditionelle Möbel (
Lit-Clos) und Einrichtungen können genauso gut bewundert werden, wie die frühere Trasse eines kleinen Zugs ( "Karottenzug" ), der Gemüse in die Stadt fuhr.
Lit-Clos

Der Enclos Paroissial Sizun hat einen besonders schönen Triumphbogen. Im Beinhaus aus Kersanton ist ein Volkskundemuseum untergebracht.

 

 

Version : 24.02.2007 - Contents : Marzina Bernez

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