Guérande - Das weiße Land

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Loire-Atlantique
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Karte: IGN Grün 24 Nantes-Châteaubriant, IGN Blau Parc Naturel Régional de Brière, Guide Gallimard Nantes et la Côte de Jade

Länge : 66 Km
Stand : Juni 1999
Hôtel : Les Chants d'Ailes. Am Hafen, alle Zimmer mit Vögelnamen. Freundlich.
Merkmale : Eher leicht, weil flach
Kurzfassung : Die Vielfalt der Halbinsel von Guérande: Naturschutzgebiet La Brière, schöne Dörfer, Megalithen, Schloß von Ranrouët, Mühlen, Salzgärten, Fischerhafen La Turballe, mittelalterliche Stadt mit viel Charakter.

 

Beschreibung :

Die mittelalterliche Stadt Guérande steht majestätisch auf einem Hügelgrat über die Salzgärten im Westen und den Becken der Brière im Osten.
Nur im Salz konnte man früher Fische konservieren, Gebiete mit Salzvorkommen waren dadurch lebenswichtig für die Fischerei. Daher der Name der Stadt: Gwen (Uenn) Rann, das "Weiße Land", weiß von den Salzgärten.

Die Altstadt ist rundum mit
Festungsmauern begrenzt, die von mächtigen Toren unterbrochen sind: Porte St. Michel, Porte de Saillé, Porte Bizienne, Porte Vannetaise.

Bizienne Tor
Saillé Tor
Tor St Michel

Guérande wird oft die Carcassonne de l'Ouest genannt.

In dieser Stadt wurden auch in 1365 bzw. 1381 in der Kapelle Notre-Dame-de-la Blanche die Verträge unterzeichnet, die den bretonischen Erbfolgenkrieg zwischen Montfort und Penthièvre endlich beendeten.

Mitten in der Altstadt die Kirche Collégiale St. Aubin. Sie wurde in 850 errichtet, um die Reliquien von St. Aubin, Bischof von Angers zu würdigen und vom XII. zum XVII. Jahrhundert im romanischen Stil sowie Flammengothik umgebaut. Eine schöne Außenkanzel ist zu bewundern.

Der Markt findet auf diesem Platz und in einer Markthalle nebenan statt. Flanieren und nach kunsthandwerklichen Geschenken suchen ist immer ein Genuß.

Altes Dorf
Guérande auf der D51 Richtung St. Lyphard verlassen. Nach Les Quatre Vents nach Kerbourg links abbiegen. Auf der linken Seite ist vor der Ortschaft einen Menhir zu sehen. Kerbourg selber ist äußerst malerisch, Häuser mit Reetdächern, viele Blumen. Nach rechts zu D51 weiterradeln und kreuzen.
Bauernhaus
Grabhügel
Auf der linken Seite etwas abseits der Straße findet man den Dolmen von Kerbourg, eigentlich eine Allée couverte (Grabhügel) von 7,70 m Länge, sehr imposant.
Briefkasten
Zurück zur Straße weiter nach Breca fahren aber einen Blick links auf die Häuser werfen: Der Briefkasten ist den Umständen angepaßt: genormte Metallkasten aber mit Reetdach!

An der linken Seite gibt es einen Holzschnitzer, als ich vorbeiradelte, waren Mortas zu sehen.
Mortas
Bauernhaus und Wagen
Das Dorf Kerhinet ist zwischen 1970 und 1980 wunderschön restauriert worden: Häuser mit Reetdächern, wie sie früher waren, einzelne Ausstellungen, Blumen, Blumen, Blumen, Bewirtung, Brotofen, Kutschenfahrten, Bootsfahrten in die Brière, man sollte genug Zeit einplanen, um es zu genießen. Am Moor gibt es eine hohe Metallbrücke woraus der Blick über die Brière schweifen kann.
Ofen

Zurück und nach dem Dorf sofort in den Weg nach rechts, später links in die Straße und dann rechts in die D47.

Kurz vor St. Lyphard rechts abbiegen zum Clos d'Orange oder wie ich es von früher kannte La Pierre Fendue (der aufgeschlitzte Stein).

Damals zitterte das Gebiet vor einem Drachen (waren in der Bretagne sehr verbreitet und von Heiligen wie St. Pol de Léon, St. Efflam, St. Armel und viele anderen eifrig bekämpft und besiegt), der jedes Jahr 7 junge Mädchen als Zusatzfutter verlangte. Eines Jahres kam das Los auf die Tochter von Lyphard, Schmied vom Beruf. Er schmiedete ein besonders hartes Schwert, probierte es auf diesem Stein, der in zwei zerbrach und dann an dem Drachen, dem es nicht besser ging. Und die Mädels konnten wieder aufatmen.

In La Chapelle-des-Marais kann man auch das Öko-Museum "Maison du Sabotier" (Holzschuster) besuchen. Jetzt verlassen wir die Brière. Wer sie vollständig umradeln will, sollte die Tour La Brière auswählen.

Grabhügel
Gegenüber der Kirche Straße nach links Richtung Coulemont nehmen. An der rechten Seite nach einem knappen Kilometer etwas oben befindet sich der schöne Grabhügel Riholo, im IV. Jahrhundert vor Christi errichtet.

Weiter nach La Ville Rio und links über Sapillon zum Schloß Ranrouët.

Schloßruine der Grafen von
Assérac
Schloßruine
der Grafen von Assérac
Schloßruine der Grafen von
Assérac

Die erste Festung wurde von den Wikingern im Jahre 950 errichtet. Im XV. Jahrhundert wurde das jetzige Schloß mit den 6 Türmen ausgebaut. Der Besuch ist nicht kostenlos aber zu empfehlen:Man kann in der Festung frei laufen, Tafeln geben ausführliche Erklärungen über die verschiedenen Bauteile.

Windmühle
Die D774 kreuzen, in Herbignac an der Kirche links nach Assérac in die D33.
In
Pont d'Arm kommt man zu den ersten Salzgärten, links steht eine schöne alte Mühle.

Durch St. Molf und die Ansiedlung Longue Haleine ("Der lange Atem", gut für Radler!) einen guten Kilometer nach Kervénel rechts über Meliniac nach St. Sébastien. In der Ortschaft links an der Kirche zum Moulin (Mühle) de Praillane bis zum Chemin de Brandu (geteert). Links Richtung Camping du Brandu abbiegen. An den linken Seite des Campings gibt es einen schönen teils ungeteerten Weg nach La Turballe. In dieser Richtung führt die Straße direkt in den Hafen rein.

Fischkutter
Besonders schön, wenn die bunten Schiffe zurückkommen und ihre Sardinen und Makrelen im Gekreisch der Möwen abladen.
Diese Sardinen gehen in die Fischfabriken oder werden frisch spät nachmittags in Nantes angeboten.

Für uns Kinder waren die frisch gegrillten Sardinen immer das Zeichen, daß der Sommer kommt.

Kater Attila teilte unsere Begeisterung und brachte es einmal fertig unserer Großmutter, die im nächsten Haus wohnte, die schon geputzten Sardinen (Abfälle? Nicht für ihn!) im Zeitungspapier zu entreißen, um sie vor ihren Augen und in aller Gemütlichkeit auf dem Wellblechdach zwischen unseren Terrassen zu genießen.
Er wußte wohl genau, daß das Dach das Gewicht eines Menschen nicht aushielt...

An der Küste bleiben und dann links durch die Salzgärten. Grau- und Seidenreiher sind oft zu sehen, einen Eindruck von der einmaligen Landschaft dieser Salzlagune nehmen wir auch mit. Eine gezielte Tour durch die Salzgärten mit Beobachtung von Flora und Fauna beschreibe ich in La Turballe - Le Croisic - La Turballe.

Über Lergat, Maisons Brûlées ("verbrannte Häuser"), Kerignon, links nach Quéniquen. In Guérande über die Porte Bizienne einradeln.

 

 

Version : 24.02.2007 - Contents : Marzina Bernez

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