Clisson * Nantes

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Karte: IGN Grün 24 Nantes-Châteaubriant, Guide Gallimard Nantes et la Côte de Jade

Länge : 38 Km
Stand : September 2001
Merkmale : Kurz und leicht.
Kurzfassung : Gute Verbindungstrecke zum TGV.

 

Beschreibung :

Etwas Nebel heute morgen, im September nichts ungewöhnliches.
Über die Kapelle St Jacques Richtung Gorges.
Etwas Verkehr bis Gorges, dann sind die Schüler in der Schule, ich bleibe doch auf der D59, vorbei an dem Uranium-Tagebau, der nur nach langweiligen Steinbruch aussieht.
Kapelle St Jacques
Etikett Muscadet Sèvre-et-Maine
Bald ist man wieder im Weingebiet Muscadet de Sèvre-et-Maine.

Trotz früher Stunde und noch anhaltendem Nebel ist ein Winzer mit seiner Mannschaft fröhlich mit der (Hand-)Weinlese beschäftigt.

Ich darf fotografieren, der Chef steht auch Modell, die jungen Weinleser sind interessiert und fragen, wo ich herkomme.
Winzer bei der Weinlese
Weinlese
Weinlese
> Meine Herkunft als "Nanteserin" provoziert die Antwort eines Weinlesers: "für die Bretagne ist es aber grenzwertig!"
Weil er aus Morlaix - Finistère, kommt, ist er vielleicht bretonischer???
In Morlaix gibt es vielleicht ein Haus der Herzogin Anne, aber wir Nanteser, haben ihr Schloß!
Scherzkeks!
> Dem Winzer hatte ich auf seine Bitte hin gerne die Fotos geschickt, er antwortete mit drei schönen Etiketten und dem Hinweis, der Jahrgang 2001 wird ein guter, weil es während der Lese kaum geregnet hat!
Prost!
oder noch besser: Yec'hed mad!
Pflug und Wagenrad
Kleiner Abstecher nach rechts zur Ortschaft La Métairie.
Im 18. Jahrhundert wurde der Wein aus dem Gebiet nach Guinea und in die Antillen verschifft.
Hier heiratete auch der Kapitän Jean-François Trébuchet, Großvater Victor Hugo, unseres bekanntesten Dichters.
Es soll auch ein Brotofen aus dem Mittelalter hier zu finden sein, alleine habe ich ihn nicht gefunden, und wen hätte ich denn fragen können???
Sie sind alle bei der Weinlese!
> Weiter nach St Fiacre-sur-Maine, mit unerwartetem Kirchturm byzantinischer Art und vor der Kirche der "Butterstein", worauf die gespendeten Naturalien verkauft wurden. > D59 bis Vertou folgen. Inzwischen hat die Sonne den Nebel vertrieben. > Schon zur vorgeschichtlichen und gallo-romanischen Zeit war Vertou dicht besiedelt. Särge aus der Merowinger Zeit sind im Friedhof noch zu sehen.

St Martin de Vertou, im Jahre 527 geboren, baute hier eine Abtei. Er ging auch oft nach Le Loroux-Bottereau und ließ sich daher vom Teufel eine Brücke durch das Moor von Goulaine bauen… mit einem bösen Trick...

> Die Geschichte Vertou wurde vom Chanoine (Domherr) Jarnoux geschrieben.

Unsere Großeltern waren mit ihm befreundet und nahmen uns manchmal zum sonntaglichen Besuch mit. Von seinem historischen Werk wußte ich damals nichts, das Wort "Jardin de Curé" (Pfarrgarten) habe ich aber hier zum ersten Mal begriffen!

> Von Vertou aus die D105 nach Haute-Goulaine nehmen.

Schmetterlingsfarm im Schloß
Wer etwas Zeit hatte, sollte sich den Abstecher zum Château de Haute-Goulaine gönnen. Nicht nur um die edle Inneneinrichtung zu bewundern, der Comte de Goulaine ist ein Schmetterlingsammler, keine aufgespießten armen Kreaturen, nein, fliegende Schmetterlinge in einem Dschungel an Pflanzen und Blumen, Temperatur und Feuchtigkeit perfekt angepaßt.
Es war mal das Ziel für einen Ausflug mit der Deutschen Marine-Kameradschaft Saarbrücken, Partnerstadt von Nantes. Mit einem Vater als Marine-Offizier wurde ich schnell als Dolmetscherin ernannt…
Die Schloßherrin ist übrigens eine Deutsche!
> D119 nach Basse-Goulaine.
Nun kommt der schwierige Teil: möglich ungestört in die Großstadt Nantes ankommen…

Ein lebensgefährliches Wagnis?Nein, in Basse-Goulaine nach links abbiegen, man kommt sehr schnell an eine markierte Radroute!

Sie ist außerdem recht gut zu befolgen. Nur nach einer Eisenbahnüberquerung kam ich wohl aus der Reihe, radelte aber in der Richtung weiter, um in Le Douët rechts in die Rue Lt Augé einzubiegen, und dann links Richtung Pont de Pirmil. Man kommt an das Krankenhaus St Jacques vorbei zur eigentlich stark befahrenen Brücke... da auch von den Autos getrennten Radweg, vorbei an den wiederaufgebauten Turm der Keksfabrik "Lefèvre-Utile" (LU), rechts, und schon sind wir am Bahnhof (Nord).
Turm der Keksfabrik LU
> Auch sehr günstig gelegen, Schloß der Herzogin Anne, Dom St Pierre, Altstadt, Fluß Erdre, viel zu sehen ganz in der Nähe, bevor der Zug kommt. Nantes ist natürlich viel mehr wert aber wie jede Großstadt mit dem vollbepackten Fahrrad anstrengend... > Ich radle hoch nach Chantenay, um zu Hause zu Mittag zu essen, bevor ich den Spätnachmittagzug Richtung Deutschland nehmen muß...

Schön war es in meinem bretonischen Département!

 

 

Version : 24.02.2007 - Contents : Marzina Bernez

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